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Planung und Bau eines Kratergartens – Teil 4

Nun endlich der letzte Teil meines ersten größeren Projektes. Er kommt etwas verspätet, aber letzte Woche war erst mal Urlaub angesagt.

Die Erdarbeiten führten wir am Freitag und Samstag den 3. bzw. 4 Juni 2011 durch.

Die Suche nach der Drainage an höherer Stelle für den Zulauf blieb leider erfolglos und so mussten wir die bestehende Leitung durch aufgraben zurückverfolgen. Es stellte sich dann heraus, dass die damals verbauten Tonrohre kurz vor der geplanten Abgriffstelle endeten.

Um die Wassereinspeisung für den Teich höher zu legen mussten wir nun improvisieren. Wir füllten den Bereich unter der Drainage mit Lehm aus und formten eine Art Wanne wodurch das Wasser nicht mehr anders konnte als zu steigen. Den Überlauf der Wanne führten wir dann in das KG Rohr welches nun die Wasserversorgung für den Teich darstellt. Das Ganze war etwas aufwendig, letztendlich aber doch erfolgreich, so dass der Teich jetzt konstant mit frischem Wasser versorgt wird.
Hier eine Prinzipskizze:

Nachdem die Zuleitung dann endlich fertiggestellt war, konnte mit den Erdarbeiten für die Teichvergrößerung und die Ausformung der Terrassen begonnen werden. Die Baggerarbeiten zogen sich über den ganzen Freitag hin und auch Samstagvormittag musste der Bagger nochmal ran, sodass letztendlich 11,5 Stunden für die Erdarbeiten aufgewendet wurden. Ich muss zugeben, dass ich Freitagnachmittag doch etwas Zweifel an dem Projekt hatte und ich fragte mich schon, was ich mir den hier antue. Diese negative Stimmung verflog aber dann mit der Fertigstellung der Teich- und Terrassenarbeiten wieder und es mussten nur noch die Erdwälle vervollständigt werden.

Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden und nun gilt es sich über die Bepflanzung der Anlage Gedanken zu machen. Ein paar erste Wasserpflanzen habe ich bereits eingebracht und auf den Erdwällen macht sich schon die Gründüngung breit. Auch einige Beerensträucher sind schon in der Erde aber es ist noch sehr viel Platz für jede Menge Pflanzen. Falls jemand Tipps für die Bepflanzung hat, bitte ich um einen Kommentar.

Nachfolgend noch einige Bilder vom Bau und dem aktuellen Aussehen des Kratergartens.

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Nachdem durch den defekten Bagger eine Zwangspause eingelegt werden musste, konnte ich mir die Gestaltung der Anlage nochmal in Ruhe überlegen. Dies war im Vorfeld leider nur eingeschränkt möglich, da wir ja nicht mal wussten ob überhaupt Wasser verfügbar sein wird. Die Unwägbarkeiten, wie die eben beschriebene Wasserversorgung und die Abdichtung des Teiches, waren dann geklärt und wir standen auch nicht unter Zeitdruck. So nutzte ich dann auch die Zeit und fragte bezüglich Teichanlage dann noch einen Experten aus unserem Dorf. Da der Teich nur relativ wenig Frischwasserzulauf hat, riet er mir zu einer Vergrößerung der Wasserfläche, so dass später durch die Bepflanzung ein stabiles System entstehen kann. Außerdem sollte die Tiefe mindestens 1,20 Meter betragen um ein komplettes zufrieren des Teiches im Winter zu verhindern. Da der Zulauf durch die Drainagenführung schon relativ Tief lag, ich aber für die geforderte Tiefe nicht weiter reingraben wollte, gab es nur eine Möglichkeit die 1,20 Meter Tiefe zu erreichen – der Einlauf musste höher werden. Dies bedeutete dass wir die Drainage viel weiter oben anzapfen mussten, wo aber ein Teil der kürzlich gepflanzten Hecke stand. Aus diesem Grund überlegte ich was ich anstelle der Hecke als Abgrenzung zur landwirtschaftlich genutzten Straße noch machen könnte. Hier ist zu erwähnen, dass ich mich momentan auch mit der Kunst eine ausdauernde Blumenwiese anzulegen beschäftige, in einer Art und Weise, wie es auf hortus-insectorum gezeigt wird. Für eine ausdauernde bunte Fläche scheint ein magerer Boden ein Grundvoraussetzung zu sein. Dies ist aber auf unserer Fläche überhaupt nicht gegeben, sondern, wie auf den meisten Wiesen, eher das Gegenteil der Fall – viel zu fett und Humusreich. Dies brachte mich dann auf die Idee die Hecke kurzerhand umzupflanzen, so dass frei wird für den Wasserabgriff an höherer Stelle und im Zuge dessen könnte dann auch noch der Humus über die ersten 10 Meter abgezogen werden und zu einem Humuswall (eine Art dauerhaftes Hügel-/Hochbeet) als Abgrenzung zur Straße aufgeschüttet werden. Die Anlage wäre dann von Osten über Norden nach Westen von einem Erdwall geschützt und das Kraterbeet direkt nach Süden geöffnet. Die Fläche mit dem abgezogenen Humus könnte dann im Laufe des Jahres mit anfallendem Sandmaterial aus den im Herbst beginnenden Hausbauten aufgeschüttet werden. Nach reichlicher Überlegung erschien mir dies dann auch als eine gute Lösung und es wurde beschlossen dies auch umzusetzten.

Um dem Baggerfahrer auch erklären zu können wie es gemeint ist, zeichnete ich Anlage noch in den Lageplan ein.

Nachfolgend die Planungzeichnung, wie ich mir das vorgestellt habe:

Kratergarten im Lageplan - Version 2

Die Ausführung und die Bilder des „Rohbaus“ dann im Teil 4 !

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Planung und Bau eines Kratergartens mit Teich – Teil 2

Nachdem ich die Architektur für den Kratergarten im Kopf ausgeknobelt hatte, galt es einen Bagger zu organisieren. Am Mittwoch den 25. Mai Abends um 16:30 Uhr war es dann soweit. Zunächst galt es natürlich die Drainage zu lokalisieren und festzustellen ob überhaupt Wasser vorhanden ist. Der diesjährige Frühling war bis jetzt ungewöhnlich regenarm wodurch bezüglich Wasserverfügbarkeit auch bereits eine Extremsituation getestet werden konnte. Außerdem ist die Trockenheit für Baggerarbeiten natürlich ideal.
Die aus Tonrohren gelegte alte Leitung war bald gefunden. Die Rohre waren zwar feucht, es kam jedoch kein Wasser heraus. Allerdings nässte es im darunterliegenden künstlichen Kiesbett ordentlich hervor. Hervorragend! Bei dieser Trockenheit ist hier noch Wasser zu holen!
Die Leitung war ca. 1,50 Meter tief im Boden verlegt. Durch das Graben des Schachtes konnte man sich auch einen Eindruck über den Aufbau der Bodenhorizonte verschaffen. In unserem Fall kommt nach ca. 1 Meter Tiefe eine exzellente Lehmschicht die sich nach unten fortsetzt. Dies war eine weitere Grundvoraussetzung für den Teich, da ich keine künstlichen Materialien wie Teichfolie oder ähnliches zur Abdichtung verwenden wollte – die Anlage sollte so natürlich wie möglich gestaltet werden.

Die bestehende Drainage wurde unterbrochen und das vorhandene Wasser mittels KG-Rohr als Zulauf für den Teich verwendet. Nachdem die Wasserversorgung gewährleistet war konnte der Aushub für die Wasserfläche beginnen. Das Ganze ging mit dem Bagger etwas unkoordiniert vonstatten und um 20:00 Uhr leckte auch noch die Hydraulikleitung der Maschine. So war die Arbeit für diesen Tag gezwungenermaßen einzustellen, was sich aber im Nachhinein als äußerst glückliche Fügung herausstellte.

Mehr dazu im Teil 3

Noch eine Anmerkung: es ist absolut erstaunlich, wie sich seit dem Beginn meines Permakulturprojektes die Umstände immer wieder so optimal entwickeln, dass es fast nicht mehr zu glauben ist. Ja, die Natur, das Universum, oder wie man es auch immer nennen will, unterstützt mein Vorhaben! 😉

Eigentlich wollte ich noch einige Bilder von den Arbeiten hier reinstellen, aber es scheint dass ich sie aus versehen gelöscht habe. Sie waren sowieso nicht so aussagekräftig! Dafür gibt´s im Teil 3 wieder mehr zu sehen.

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