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Obstbaumpflanzung

Am Freitag wurden mir die Obstbäume geliefert. 9 Stück waren es, 1 Zwetschge, 2 Birnen und der Rest Äpfel. Die Sortenwahl und die Gründe dafür habe ich bereits in einem anderen Beitrag beschrieben.

Lange habe ich über die Pflanzung und das drumherum nachgedacht. Zum Beispiel ob ich einen Wühlmausschutz integrieren soll und ob ein Pfahl notwendig ist. Ich versuche nämlich immer alles so natürlich wie möglich zu gestalten. Weiterlesen »

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Hügelbeete anlegen und erste Baumpflanzungen

Die letzten zwei Tage habe ich das Gehölz in den vom Bagger ausgehobenen Gruben zu zwei parallelen Beeten aufgeschichtet. Über die nächsten Wochen fällt durch die Frühlingsarbeiten in den Gärten bestimmt noch einiges an feinerem Material an, welches dann noch als zweite Schicht auf die gröberen Äste kommt.

Hinter dem ersten Hügelbeetpaar, haben wir gleich noch den ersten Birnbaum gepflanzt. Der stammt aus dem Garten meiner Eltern wo er sich allerdings überhaupt nicht wohlfühlte. Die Hoffnung für diesen Obstbaum hält sich aber in Grenzen, da fast keine Bewurzelung vorhanden war. Aber wir werden sehen!

Die Hügelbeete sind ca. 5 Meter lang, 1 Meter hoch und in Nord-Süd Richtung angelegt. Durch den schmalen Gang zwischen den beiden Haufen, erhoffe ich mir ein günstiges Kleinklima zu schaffen.

Im folgenden Bild ist noch die zweite Anlage zu sehen:

Außer den beiden Beetpaaren, haben ich und mein Vater aus unserem Wald noch ca. 35 junge Laubbäume besorgt, welche ich dann auch gleich oberhalb des Hügelbeets am unteren Ende des Feldes zweireihig pflanzte.

Bei den jungen Bäumen handelt es sich um Buchen, Esche und Ahorn. Außerdem haben wir noch 3 kleine Tannen 1 Holunder und 1 Weide mitgenommen. Auf die Triebspitzen steckte ich noch Schafwolle, die angeblich vor Verbiss schützen soll.

Der untere Teil des Acker sieht jetzt von Osten fotografiert wie folgt aus:

Zu sehen ist hier im Vordergrund noch eine ganze Menge Totholz, welches ich jetzt erst mal ganz bewusst liegenlasse. Dies ist ja für sehr viele Insekten, Käfer und Kleintiere sehr wichtig, da sie hier ein Nahrung und Schutz finden.

Jetzt möchte ich auch noch eine Eiche zeigen, die leider nicht mehr auf unserem Grundstück steht, die ich aber wunderschön finde.

Zum Schluss noch die Westansicht von der gepflanzten Baumreihe und vom Hügelbeet. Der Hügel und die beiden Terrasssen sollen heuer zunächst als Experimentierfläche dienen, wo ich eine breit angelegte Mischkultur säen möchte.

Falls jemand Vorschläge (z.B. für die erste Ansaat!), Kritik oder Anregungen haben sollte – einfach Kommentar abgeben!

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Heckenpflanzung

Seitdem feststeht dass wir zukünftig unseren Acker wieder selbst bewirtschaften, war für mich klar, dass an die Westseite eine Hecke hin muss. Ich habe mich sehr intensiv mit dieser Thematik beschäftigt und es gibt auch sehr gute Information im Netz bezüglich Hecken. Interessant finde ich dabei die Tatsache, dass im Landkreis Passau (wie es woanders ist, weiß ich nicht!) eine Heckenneuanlage zu 100% gefördert wird. Obendrein gibt’s auch noch einen Zaun dazu! Auch ohne diese Förderung hätte ich aber einen Randstreifen mit heimischen Gehölzen angelegt.

Irgendwie erscheint es kurios, dass von staatlicher Seite Projekte wie diese gefördert werden wohingegen vor 35 Jahren mit der Flurbereinigung genau das Gegenteil forciert wurde. Ähnliches lässt sich beim Maisanbau beobachten. Wie viele Steuergelder könnten gespart werden, wenn man mit der Natur und nicht dagegen arbeiten würde?!

Anyway, ich möchte hier keine politische Diskussion vom Zaun reißen sondern meine Gedanken bezüglich der geplanten Hecke schildern.

Bestellt habe ich zunächst 220lfm Hecke, wobei ich dann aber nachträglich auf 160lfm reduziert habe, da auch einige Werthölzer bzw. ein Agroforstsystem integriert werden soll.

Es gibt 12 Pflanzen die für Hecken im Wuchsgebiet „nördlich der Donau“ förderfähig sind:

  1. Gemeine Heckenrose
  2. Schlehe
  3. Vogelkirsche
  4. Haselnuss
  5. Schwarzer Holunder
  6. Gewöhnlicher Schneeball
  7. Saalweide
  8. Roter Holunder, Traubenholunder
  9. Faulbaum
  10. Traubenkirsche
  11. Wildbirne
  12. Wildapfel

Mit der Hecke sollte ein symbiotische Wirkung zwischen Ökologie und Ökonomie erzielt werden, was ja ein Grundprinzip der Permakultur ist. Ist die Hecke nach einigen Jahren angewachsen bietet sie für eine Vielzahl von Tieren einen Lebensraum, welche widerum für den Menschen bei der Schädlingsregulierung nützlich sein können. Außerdem dient sie als Windbremse wodurch bei geschickter Lenkung mit anderen Maßnahmen (z.B. Steinen) ein Mikroklima entstehen kann, was wiederum empfindlichen Pflanzen zugute kommt. Ein weiterer Punkt ist, dass die Hecke nach 10-15 Jahren zum Teil wieder auf den Stock gesetzt werden sollte. Dadurch erhalte ich Brennholz und Material für Hügelbeete. Nicht zuletzt sollten die Früchte der Pflanzen erwähnt werden, die sowohl für die Tiere als auch für den Menschen von Nutzen sind.

Laut den Informationen des Landespflegeverbandes wird die Hecke in Parzellen mit jeweils 20 Metern gepflanzt. Die Sträucher werden dreireihig und im Abstand von 1 Meter gesetzt, so dass sich für eine Heckenstück 62 Pflanzen ergeben (2 Bäume: Wildapfel und Wildbirne). Für meine 160lfm wären dass dann 8 Parzellen, was in der Summe dann 496 Gewächse bedeutet. Liefertermin für die Pflanzen ist laut Info Ende März.

Hier noch zwei Fotos einer Hecke welche mir persönlich recht gut gefällt.

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