Tag Archives: Lebensraum 1

Bienenweide im 3. Standjahr und ihre Pflanzen

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich Bilder meiner Blumenwiese hier im Blog veröffentlicht – Link zum Artikel und hier noch ein kleines Video zum Thema. Und so möchte ich auch heuer, also 2013, wieder ein paar Fotos von den Kräutern und Blumen der Bienenweide anbieten.

Im Frühling hatte ich ja doch einige Bedenken, ob sich das Feld denn wieder in einer derartigen Farbenpracht wie im letzten Jahr präsentieren würde. Es ist nämlich zu beobachten, dass viele Blumen und Blütenpflanzen zunehmend dem Gras weichen müssen. Leider ist es nun mal so, dass sich Vielfalt nur auf mageren Standorten dauerhaft etabliert und das ist eben auf unserem Land nicht der Fall.

Man könnte zwar die Fläche künstlich abmagern, aber das wäre viel zu energieaufwendig und kostenintensiv. Außerdem soll das Feld in absehbarer Zeit auch wieder bewirtschaftet werden und dafür ist meist auch guter, humusreicher Boden von Vorteil.

Nichtsdestotrotz ist die Fläche, ganz im Gegensatz zu den anderen landwirtschaftlichen Feldern, auch 2013 wieder ein relativ farbiger Punkt in der Landschaft. Während im Mai bis Anfang Juni das Bild vom Weiß der Margeriten geprägt war, mischen sich jetzt, Anfang Juli immer mehr andere Farben dazu. Und das wollen wir uns mal genauer anschauen. Weiterlesen »

Das könnte auch interessant sein:

Sommerträume – Video zur Bienenweide im 2. Standjahr

Der Winter zieht sich ja wieder mal hin und der Frühling lässt heuer wieder auf sich warten. Um das Warten etwas zu erleichtern, habe ich jetzt noch ein kleines Video zur Bienenweide im letzten Sommer erstellt. Mit dem Film möchte ich auch dazu anregen, eigene Flächen – auch wenn sie klein sind – mit artenreichen Mischungen einzusäen und damit der Natur etwas Gutes zu tun.

Ich finde, dass die Bienenweide in meinem Fall, trotz anfänglicher Bedenken doch recht gut gelungen ist. Dieses und die nächsten Jahre werden zeigen, wie sich die Flora weiter entwickelt.

Das könnte auch interessant sein:

Unerwartete Ereignisse!

Die Bienenweide hat sich über die letzten Monate extrem entwickelt. Damit meine ich, dass sie meines Erachtens überdurchschnittlich hoch ist. Genauer gesagt, stehen Sonnenblumen und Malven von zwei bis über drei Metern Höhe im Feld.
Vom Saatguthersteller der Veitshöchheimer Bienenweide heißt es, dass normalerweise kein Schnitt und keine Pflege notwendig ist. Gegebenenfalls kann im zweiten Frühjahr das tote Material abgeräumt werden.

Nun habe ich aber folgende Situation: Wahrscheinlich wurden durch die Gülledüngung im letzten Herbst, welche nicht von mir ausgegangen ist, die Pflanzen derart hochgetrieben. Normalerweise sollte man die Pflanzen für die Insekten und Mitlebewesen über den Winter stehen lassen und erst im Frühjahr abräumen. Es stellt sich allerdings dann die Frage, mit was man die ganze Grünmasse abmäht und vor allem wo man es hinschafft.
Theoretisch könnte man mulchen! Da die Fläche aber über die letzten Jahrzehnte konventionell bewirtschaftet wurde und sich dadurch wahrscheinlich noch relativ viel Gift im Boden befindet, wäre es mir lieber die Pflanzen wegzuschaffen. Durch den Abtransport der Biomasse könnte sich der Boden meiner Meinung normalisieren und zumindest ein Teil der Gifte wäre „vom Acker“.
Somit ergibt sich für mich eigentlich nur noch die Chance die Grünmasse für eine Biogasanlage im September zu häckseln. Dies fällt mir natürlich nicht leicht, da hier zwangsläufig der Boden durch die schweren Maschinen wieder verdichtet wird und ich dies eigentlich unbedingt vermeiden wollte.

Es kommt aber noch etwas hinzu, was mir eigentlich keine andere Wahl lässt. Diese Woche hat es bei uns ein schweres Unwetter gegeben, mit Hagel und starkem Wind. Jetzt ist ein Großteil der Pflanzen umgedrückt und für das menschliche Auge sieht es nicht mehr so schön aus, wobei die ökologische Funktion durchaus noch gegeben ist. Den Bienen dürfte es nämlich egal sein, ob eine Pflanze aufrecht steht oder nicht.

Obwohl es mir schwer fällt, die Biomasse durch schweres Gerät abzuräumen, was sicherlich für den Boden wieder einen Rückschlag bedeutet, muss man sich immer wieder vor Klarmachen, dass die Renaturierung der Fläche nicht in einer Vegetationsperiode geschehen kann. Somit ist dies ein kleiner Trost – ich bin ja erst im ersten Jahr.

Sollte aber jemand einen besseren Einfall haben, dann bitte melden!

Hier noch einige Eindrücke, wie es momentan aussieht. Welcome to the jungle! 🙂

 

Ergänzung am 27.03.2012

Die Pflanzen wurden im Herbst stehengelassen und es wurde nichts gemacht. Die Stängel der Sonnenblumen stehen heute noch auf dem Feld. Einen Teil des Feldes habe ich mit meinem Hochgrasmäher gemulcht, den Rest lasse ich erst mal stehen. Dadurch kann ich gut beobachten wie sich beide Varianten entwickeln.

Das könnte auch interessant sein:

« ältere Beiträge