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Kräuterspirale aktuell

Vor gut einem Jahr habe ich ja eine Kräuterspirale gebaut. Nachdem die Bepflanzung 2010 eher provisorisch war, können wir heuer die volle Vegetationsperiode nutzen. Jetzt, Mitte Mai, kann man auch schon Einiges erkennen und langsam aber sicher nimmt das Gebilde Gestalt an – zwar noch etwas mager, aber es wird. Aus diesem Grund habe ich mal wieder die Digicam zur Hand genommen und ein paar Bilder gemacht.

 Im folgenden Bild sieht man im Vordergrund auch die Entwicklung der Lebensraum 1 Mischung welche ich zum Test und zur Beobachtung letztes Jahr im Juli auf ca. 2m² ausgesät habe. 

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Kräuterspirale im Garten

Letztes Jahr, versuchte ich mal eine Kräuterspirale neben unserer Terasse zu bauen. Der Platz dafür erschien mir optimal, da er nach Süden ausgerichtet und im Sommer eigentlich den ganzen Tag über optimal der Sonne ausgesetzt ist.

Sinn einer Kräuterspirale ist, viele (Nutz-)Pflanzen, welche für sich eigentlich unterschiedliche Bodenverhältnisse benötigen, auf kleinstem Raum gemeinsam wachsen zu lassen. Die Kräuterschnecke realisiert also mehrere Vegetationszonen in einem überschaubaren Bereich.

Für die Realisierung besorgte ich mir einige Anleitungen im Internet und dann ging es los. Die erste Frage war nach dem Material, welches verwendet werden soll. Hierzu gibt es ja mehrere Möglichkeiten. Steine zu kaufen kam für mich nicht in Frage. Ich versuche immer Material zu verwenden was andere loswerden möchten. Dies ist für mich auch ein wesentlicher Grundgedanke der Permakultur – Synergieeffekte nutzen.

In diesem Fall machte ich mir den Sachverhalt zunutze, dass die Bauern Feldsteine vom Acker weghaben möchten, diese auch jährlich aufsammeln und dann irgendwo deponieren. Also machte ich zunächst eine derartige Abladestelle ausfindig, die optimalerweise auch noch in der Nähe lag und fragte dann den Besitzer. Der hatte nichts dagegen und so fuhr ich nach und nach die Feldsteine nach Hause. Ein ganz wesentlicher und entscheidender Punkt für den Erfolg eines Projektes erscheint mir das alles in Ruhe und mit Freude gemacht wird. Den Bau der Kräuterspirale startete ich im Juni und mein Ziel war bis September fertig zu werden. Natürlich hat es nicht so lange gedauert, aber ich arbeitete immer nur daran, wenn ich wirklich die Geduld und die Freude dazu hatte. Jetzt im Nachhinein betrachtet wundert es mich, dass es trotz der „vielen Arbeit“ für mich keinerlei Anstrengung bedeutete und ich es nicht als Arbeit gesehen habe.

Aber zurück zur Kräuterspirale. Am Anfang legte ich den Grundriss erst einmal mit einem Band aus, damit man sich das ganze besser vorstellen konnte.

 

Dann startete ich bereits mit der ersten Reihe Steine direkt auf den Rasen. Ein paar Tage später stand bereits die Grundstruktur. Leider wurde mir erst dann bewusst, dass die Anlage keine Sickerung hatte und somit der Gefahr des „Absaufens“ schutzlos ausgeliefert war. So beschloss ich kurzerhand, nochmal von vorne anzufangen. Ich beseitigte also die bereits gelegten Steine wieder und hob dann den Rasen samt oberer Humusschicht ca. 15cm tief mit dem Spaten aus. Jetzt brauchte ich natürlich Füllmaterial. Dazu verwendete ich einfach kleinere Steine, welche auch massenhaft vorhanden waren, und füllte den Aushub damit auf. In der Mitte wo die Spirale am höchsten werden sollte legte ich zum Teil auch größere Steine hin, damit ich nicht mehr so viel Sand und Erde auffüllen musste.

Nach und nach arbeitete ich mich rundherum hoch und füllte den Pflanzbereich gleichzeitig mit Bodenmaterial auf.

Nach ein paar Tagen war das Gebilde dann auch fertig. Anfangs habe ich noch eine Feuchtzone integriert, die eigentlich zu einer Kräuterspirale dazugehört, aber nachdem ich bemerkte dass dies eine wahre Brutstätte für Mücken ist, habe ich sie zwei Monate später wieder entfernt.

Und hier die fertige Spirale:

Und hier noch ein Bild mit der ersten Bepflanzung:

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