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Anlage eines Hügelbeets für Heidelbeeren

Kulturheidelbeeren sind eine sehr schmackhafte und gesunde Angelegenheit. Deshalb habe ich mir dieses Jahr auch zwei Sträucher besorgt. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich allerdings nichts über deren Ansprüche und setzte sie dann einfach auf mein normales Hügelbeet. Schon nach kurzer Zeit erkannte ich, dass es den Sträuchern hier nicht so gut gefällt. Kurzfristig versetzte ich sie dann auf mein Terra Preta Substrat, welches aus Kohlestaub, Urin, EM und Sägemehl bestand, welches ich kurz vorher auf ca. einem Quadratmeter in die Erde eingearbeitet habe. Hier gefiel es den Heidelbeeren gefühlsmäßig besser und auch einige Beeren der noch recht jungen Pflanzen konnten im Laufe des Jahres geerntet werden.

Zum vollständigen Artikel, mit Bildern!

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Ein Versuch der Terra Preta Herstellung

Im letzten Artikel habe ich ja geschrieben, das ich mich momentan (wir haben Mitte Februar!) mit der Thematik der Terra Preta beschäftige. Auch in 2010 hatte ich bereits mit Holzkohle versehenes Küchenbokashi hergestellt. Das Ergebnis hierzu wird sich erst im Laufe des Jahres herausstellen, da es sich momentan im Prozess der Vererdung befindet. Ich glaube aber nicht dass etwas besonderes dabei rauskommt, da ich seinerzeit noch gekaufte Grillkohle händisch zerkleinern musste und ich vermutlich auch zu wenig zugegeben habe. Aber warten wir´s ab…

Auf der Website von Marko Heckel von Tria Terra sind einige Varianten der Terra Preta Herstellung beschrieben. Unter anderem gibt’s die Möglichkeit auch mit Urin, welcher anscheinend sehr gehaltvoll ist, Terra Preta herzustellen. Leider ist dieser ganz besondere Saft aufgrund des Harnstoffes nicht so einfach zu kompostieren. Laut den Information dieser Seite (ebenfalls von Tria Terra) muss man hier den Umweg über holzige Abfälle gehen.

Diese Möglichkeit habe ich letzten Sonntag einmal in die Praxis umgesetzt und nachfolgend werde ich die Vorgehensweise dokumentieren.

In meinem Holzkeller habe ich jedes Jahr eine große Kiste, in der sämtlicher Abfall wie Sägespäne, Sägemehl und Rinde vom Holzschnitt gesammelt wird. (Hier noch ein kleines Video über unsere Holzarbeit! :-))

Mit einem groben Sieb habe ich das feinere Holzmaterial dann separiert. Dies war dann das Ausgangsmaterial für meinen Versuch.

Das gesiebte Material sah dann wie folgt aus:

Hier noch ein detailierteres Bild mit Metermaß:

Bereits zwei Tage zuvor habe ich mir besten Holzkohlenstaub von einer Holzvergaseranlage in unserer Nähe geholt. Auch diese Bezugsquelle habe ich dank der o.g. Website ausfindig machen können. Dies erwies sich als sehr glückliche Fügung, da ich bereits länger nach Kohlestaub suchte. Aber irgendwie findet man das Gute, wie so oft, genau vor der Türe.

Diese Kohle vermischte ich dann mit dem restlichen EM-a Wassergemisch, welches ich noch zur Verfügung hatte.

Die fertige Pampe sieht man hier:

Einen Teil des Gemischs habe ich zu meinem bereits laufenden Versuch mit einer alten runden Mülltonne, in der ich Küchenabfälle und ab und zu auch Fäkalien fermentiere. Den Rest habe ich dann mit „dem ganz besonderen Saft“ zu den Sägespänen gegeben.

Das ganze habe ich dann erst mal gut durchgerührt und vermischt. Fertig durchgerührt sah es dann wie folgt aus:

Und hier noch eine Nahaufnahme, damit man sich die Größe des Substrats besser vorstellen kann:

Nun galt es das ganze in Behältern relativ luftdicht zu vermentieren. Anmerkung: lt. den Infos von o.g. Website könnte man das Gemisch direkt auf den Kompost aufbringen, sofern keine Medikamente etc. im Urin sind. Ich nehme keine Tabletten o.ä. und von daher wäre diese Variante möglich gewesen. Da wir aber noch Winter haben entschloss ich mich für den Weg der Fermentation. Dazu suchte ich mir zwei Keramikblumentöpfe.

Auf den Topfboden legte ich noch ein Stück Zeitung damit durch das Loch, den diese Töpfe haben, nichts rausfällt.

Nun war es am befüllen und verdichten.  Den zur Vermentierung fertigen Topf sieht man hier: Nun fehlte noch ein Deckel und ein Gewicht oben drauf. Als Deckel habe ich einfach den Untersatz des Topfes verwendet. Der fertige Versuchsaufbau ist hier zu sehen:

Oben habe ich noch mit einer Hantel beschwert und über einer Mörtelkiste aufgestellt, damit evtl. überschüssige Feuchtigkeit aufgefangen wird.

Jetzt werde ich das Ganze erst einmal ein paar Wochen fermentieren lassen und schaun was dabei rauskommt. Das Ergebnis möchte ich dann in ähnlicher Weise dokumentieren.

Anmerkung: Dies ist ein Versuch meinerseits, wie ich es mir überlegt habe. Ich weiß nicht was dabei rauskommt! Vielleicht hat jemand Anregungen oder bereits Erfahrungen! Ich würde mich auf jeden Fall über Kommentare dazu freuen.

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