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Lebender Weidenzaun

Seit einiger Zeit mache ich mir Gedanken darüber, wie man denn ein Gelände relativ natürlich einfrieden kann. Neben der Pflanzung von autochthonen Sträuchern wie ich es am Karsamstag bewerkstelligte, ist ein lebendiger Weidenzaun eine weitere Alternative die wunderbar in mein Permakulturkonzept passt. Warum? Weiterlesen »

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Heckenpflanzung – es ist vollbracht!

Letzte Woche war es endlich so weit. Die lange geplante Hecke (160 laufende Meter, dreireihig) konnte am 3 Mai endlich gepflanzt werden. Pünktlich um 8 Uhr, bei strömendem Regen, kam die Lieferung der autochthonen Gehölze. Das Wetter war für die Pflanzung optimal da es nach dem Regen den ganzen Tag ziemlich trüb war und wieder relativ kalt.

Vormittags arbeitete ich alleine was sich natürlich in einem relativ bescheidenen Fortschritt zeigte. Nachmittags bekam ich dann noch tatkräftige Unterstützung von meinen Eltern, meiner Frau und den Kindern. Dann ging es sehr fix und die erste Reihe hatten wir dann auch bald gepflanzt. Bis zum Abend brachten wir auch noch die zweite Reihe in die Erde. Die restlichen 80 Sträucher legte ich über Nacht in unseren Steinbottich. Dort konnten sie vor dem Einpflanzen am nächsten Tag nochmal kräftig volltanken.

Nach der Pflanzaktion über die beiden Tage setzten wir dann auch nach und nach die Zaunpfosten. Da es mittlerweile wieder extrem Trocken war versuchten wir am Wochenende um die jungen Gewächse etwas zu mulchen. Samstag Abend versorgte ich dann auch nochmal jeden Baum mit Wasser so dass sie einen besseren Start bekommen.

Info am Rande: Neuanlagen von Hecken werden vom Landespflegeverband (zumindest bei uns im Landkreis Passau) zu 100% gefördert.

Hier eine Übersicht über die gepflanzten Sträucher:

Name Anzahl
Schneeball Wolliger 18
Hundsrose 30
Schlehe 30
Pfaffenhütchen 30
Vogelkirsche 12
Waldhasel 18
Schwarzer Holunder 30
Roter Hartriegel 18
Kreuzdorn 18
Linguster 34
Schneeball  Gemeiner 18
Saalweide 12
Traubenholler 18
Faulbaum 18
Traubenkirsche 14
Gemeine Birne 6
Gemeine Heckenkirsche 30
Gemeiner Apfel 6
Gesamtzahl der Pflanzen 360

Zum Schluss noch ein paar Eindrücke, wie das Ganze jetzt aussieht.

 

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Heckenpflanzung

Seitdem feststeht dass wir zukünftig unseren Acker wieder selbst bewirtschaften, war für mich klar, dass an die Westseite eine Hecke hin muss. Ich habe mich sehr intensiv mit dieser Thematik beschäftigt und es gibt auch sehr gute Information im Netz bezüglich Hecken. Interessant finde ich dabei die Tatsache, dass im Landkreis Passau (wie es woanders ist, weiß ich nicht!) eine Heckenneuanlage zu 100% gefördert wird. Obendrein gibt’s auch noch einen Zaun dazu! Auch ohne diese Förderung hätte ich aber einen Randstreifen mit heimischen Gehölzen angelegt.

Irgendwie erscheint es kurios, dass von staatlicher Seite Projekte wie diese gefördert werden wohingegen vor 35 Jahren mit der Flurbereinigung genau das Gegenteil forciert wurde. Ähnliches lässt sich beim Maisanbau beobachten. Wie viele Steuergelder könnten gespart werden, wenn man mit der Natur und nicht dagegen arbeiten würde?!

Anyway, ich möchte hier keine politische Diskussion vom Zaun reißen sondern meine Gedanken bezüglich der geplanten Hecke schildern.

Bestellt habe ich zunächst 220lfm Hecke, wobei ich dann aber nachträglich auf 160lfm reduziert habe, da auch einige Werthölzer bzw. ein Agroforstsystem integriert werden soll.

Es gibt 12 Pflanzen die für Hecken im Wuchsgebiet „nördlich der Donau“ förderfähig sind:

  1. Gemeine Heckenrose
  2. Schlehe
  3. Vogelkirsche
  4. Haselnuss
  5. Schwarzer Holunder
  6. Gewöhnlicher Schneeball
  7. Saalweide
  8. Roter Holunder, Traubenholunder
  9. Faulbaum
  10. Traubenkirsche
  11. Wildbirne
  12. Wildapfel

Mit der Hecke sollte ein symbiotische Wirkung zwischen Ökologie und Ökonomie erzielt werden, was ja ein Grundprinzip der Permakultur ist. Ist die Hecke nach einigen Jahren angewachsen bietet sie für eine Vielzahl von Tieren einen Lebensraum, welche widerum für den Menschen bei der Schädlingsregulierung nützlich sein können. Außerdem dient sie als Windbremse wodurch bei geschickter Lenkung mit anderen Maßnahmen (z.B. Steinen) ein Mikroklima entstehen kann, was wiederum empfindlichen Pflanzen zugute kommt. Ein weiterer Punkt ist, dass die Hecke nach 10-15 Jahren zum Teil wieder auf den Stock gesetzt werden sollte. Dadurch erhalte ich Brennholz und Material für Hügelbeete. Nicht zuletzt sollten die Früchte der Pflanzen erwähnt werden, die sowohl für die Tiere als auch für den Menschen von Nutzen sind.

Laut den Informationen des Landespflegeverbandes wird die Hecke in Parzellen mit jeweils 20 Metern gepflanzt. Die Sträucher werden dreireihig und im Abstand von 1 Meter gesetzt, so dass sich für eine Heckenstück 62 Pflanzen ergeben (2 Bäume: Wildapfel und Wildbirne). Für meine 160lfm wären dass dann 8 Parzellen, was in der Summe dann 496 Gewächse bedeutet. Liefertermin für die Pflanzen ist laut Info Ende März.

Hier noch zwei Fotos einer Hecke welche mir persönlich recht gut gefällt.

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