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Naturboden versus bearbeiteter Boden

Bereits vor ca. 2 Jahren, als noch Biogasmais auf unserem Feld wuchs, machte ich mit dem Spaten einige Tests bezüglich der Härte des Bodens.

Mir ist dabei aufgefallen, dass eine Fläche die mit Scheibenegge bearbeitet wurde, zwar an der Oberfläche relativ locker ist, der Unterboden jedoch steinhart ist. Weiterlesen »

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Bearbeitung der Hoch- und Hügelbeete

Seit längerer Zeit mache ich mir darüber Gedanken wie ich den in naher Zukunft meine Hoch- und Hügelbeete kultivieren und für die Nutzpflanzen optimal vorbereiten kann.

Zunächst stellt man sich natürlich die Frage, welche Art der Bodenbearbeitung hier sinnvoll ist. Für mich kommt die Wendende, also Umstechen oder Pflügen, nicht in Frage, da diese Form völlig unatürlich ist. Durch das Umgraben wird das ganze Gefüge mit allem Leben auf den Kopf gestellt. Das Bodenleben wird empfindlich gestört und logischerweise an der Arbeit behindert. Was würden wir sagen, wenn in periodischen Abständen unser Haus immer auf den Kopf gestellt würde?!
Nachdem das Wenden wegfällt, bleibt eigentlich nur noch der Sauzahn (Grubber), Fräse/Hacke oder Kreiselegge. Seitdem ich mich in das Thema Humus, Bodenleben und nichtwendende Bodenbearbeitung etwas eingearbeitet habe, steht für mich fest, das jeglicher Eingriff in den Boden nicht natürlich und daher auch ungut ist. Da man aber etwas anbauen möchte, wird man um eine Form der Bearbeitung wahrscheinlich nicht herumkommen. Somit stellt sich die Frage was den nun die schonenste Methode ist.
Zunächst musste ich mir aber noch über das Ziel klarwerden, welches in meinem Fall das Mulchen des bestehenden Aufwuchses und die Störung der Wurzelstruktur von Beikräutern ist, so dass die nachfolgende Einsaat gedeihen kann.
Hier erscheint die Arbeitsweise der Kreiselegge am besten geeignet zu sein. Durch die Drehbewegung wird die Fläche vom Bewuchs befreit und der Boden oberflächlich kultiviert.

Nachdem ich nun die Methode bestimmt hatte, überlegte ich wie dies mit minimalen Mitteln zu realisieren ist. Handarbeit wäre natürlich das günstigste, aber das ist mir zu zeitaufwändig, mühselig und das Ergebnis ist wahrscheinlich dann auch eher bescheiden. Man kann sich natürlich auch entsprechende motorisierte Geräte besorgen die genau für diesen Zwecke gebaut sind. Der Nachteil ist natürlich das es wieder relativ viel kostet und dann wieder ein Gerät rumsteht, welches nur gelegentlich gebraucht wird.
In solchen Situationen überlege ich immer ob es denn Möglichkeiten gibt mit bereits vorhandenen Resourcen auszukommen. In diesem speziellen Fall kam mir der Rasenmäher in den Sinn. Eine Drehbewegung ist vorhanden und Zinken die in den Boden greifen dürften kein Problem sein. So habe ich heute die Einsatzmöglichkeiten des Rasenmähers, durch Ausstattung mit einem simplen Flacheisen welches zu einem U geformt wurde, erweitert. Das Werkzeug zu bauen benötigte nur ca. 20 Minuten.

Im nachfolgenden Bild kann man sehen wie meine einfache Kreiselegge aussieht.

Es gilt allerdings zu bedenken, dass der Durchmesser nicht zu groß gewählt wird, da das aufzubringende Drehmoment für die Bewegung mit Widerstand sonst zu groß wird und dann der Motor immer wieder abstirbt.

Nun wollte ich auch mal testen ob mein umfunktionierter Rasenmäher auch als Kreiselegge zu gebrauchen ist, oder ob der Motor zu schwach ist.
Zunächst arbeitete ich mich durch ein kapputes Rasenstück. Die ersten Tests zeigen, dass man sich mit der Höhe langsam nach unten arbeiten soll.
Der erste Test im Garten verlief zufriedenstellend, wobei diese Bedingungen erschwert waren.
Jetzt wollte ich meine Kreiselegge auch noch unter realen Bedinungen, also auf dem Feld wo sie ja für die Bearbeitung der Beete verwendet werden soll, testen. Die nachfolgenden Bilder zeigen die Ergebnisse der Bearbeitung.

Bild 1: nach erster Überfahrt auf höchster Stufe.

Bild 2: nach mehrmaliger Überfahrt bis zur niedrigsten Stufe des Rasenmähers

Das nachfolgende Bild zeigt dann noch das Material welches durch die Bearbeitung entstanden ist. Die Grünmasse wurde zerhackt und ist jetzt bestens als Mulch geeignet.

Für diese simple und günstige Methode der Bodenbearbeitung mit bereits vorhandenem Gerät – den einen Rasenmäher hat fast jeder – finde ich das Ergebnis ganz in Ordnung. Im nächsten Frühjahr wird sich dann zeigen ob sich meine selbstgebaute Kreiselegge im echten Einsatz bewährt.

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