Gastbeitrag – Wachteln im eigenen Garten halten

Eingetragen bei: Alle Beiträge aus 2014, Hühner, Tiere | 4

Nicht zuletzt nach den letzten Skandalen in der Nahrungsmittelindustrie denken viele Familien, vor allem aus ländlicheren Gegenden, darüber nach, selbst einige Hühner im Garten zu halten und dadurch immer frische und geschmackvolle Eier zu haben. Auch wenn der Garten nicht ganz so groß ist, oder man davor zurückschreckt einen großen Hühnerstall zu bauen, muss man sich von der Idee nicht verabschieden. Neben den Hühnern sind auch die Japanischen Legewachteln hervorragende Eierleger. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße benötigen die Wachteln nicht besonders viel Platz und können sehr einfach in einer kleinen Voliere gehalten werden. Im Folgenden werden wir die Grundlagen vorstellen, die es zu bedenken gibt. Für weitere Informationen zur Wachtelhaltung empfehlen wir die Webseite www.wachteln.net. 

Der Wachtelstall

Für die Haltung von Wachteln sollte ein artgerechter Stall oder eine Voliere vorhanden sein. Auch wenn teilweise zu lesen ist das man Wachteln auch in einem Kaninchenstall halten kann, so wollen wir davon dringend abraten. Ein Kaninchenstall ist einfach zu klein!! Besser geeignet sind kleine Hühnervolieren, wie es sie auch in Bausätzen zu günstigen Preisen zu kaufen gibt. Solche Ställe haben in der Regel eine Größe von 2 mal 3 Metern und meist einen kleinen Stall und eine Voliere in die die Wachteln tagsüber können. In einem solchen Stall kann man leicht 5-8 Wachteln halten. Man kann dann täglich mit 4-6 Wachteleiern rechnen, was ungefähr zwei Hühnereiern entspricht. Wachteleier können genau wie auch die Eier der Haushühner zum Backen, Kochen und als Frühstücksei verwendet werden.
Wachtelfutter
Wenn man eine kleine Voliere am Wachtelstall angebaut hat, dann hat dies den Vorteil, dass die Wachteln Gras picken können und sich auch von Ameisen, Würmchen und anderen Insekten ernähren. Dadurch kann man einen bedeutenden Teil an Wachtelfutter einsparen. Als Ergänzung zu der natürlichen Nahrung empfehlen wir ein speziell für Wachteln entwickeltes Körnerfutter, wie es in fast jedem Agrarmarkt erhältlich ist. Neben diesem Fertigfutter kann man den Speiseplan der Wachteln durch Gemüse und Obst ergänzen. Aber auch Reis oder Nudeln, die beim Mittagessen übrig geblieben sind werden von den Wachteln meist sehr gut angenommen und bilden eine willkommene Abwechslung.
Die Wachteln im Winter

Die Japanische Legewachtel ist nicht sehr kälteempfindlich und kann auch bei unseren Temperaturen den Winter draußen verbringen. Es muss aber dafür gesorgt werden dass der Wachtelstall einen Holzboden enthält, der etwas isoliert ist und die Wachteln vor Zugluft geschützt werden. Auch von Oben sollte kein Schnee oder Regen auf die Wachteln fallen, sodass der Wachtelstall trocken bleibt. So können die Wachteln auch über den Winter gehalten werden. Es ist aber dabei zu beachten, dass die Wachteln bei solch niedrigen Temperaturen die Legetätigkeit einstellen und erst im Frühjahr wieder Eier legen, wenn die Temperaturen über 10 Grad gestiegen sind. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt muss man das Wasser in der Wachteltränke täglich mehrmals auftauen oder einen Tränkenheizer installieren.

 

 

Das könnte auch interessant sein:

  • noch keine ähnlichen Artikel vorhanden

4 Responses

  1. Marie

    Ich habe einen großen Garten und viel Platz und hätte Lust, Wachteln zu halten – angefixt durch diesen Beitrag hier. Und dann hab ich mal ein bisschen weiter im Internet geforscht – über Wachteln. Irgendwo gabs die Frage, ob man die Wachteln nicht mit Hühnern zusammen halten könnte, ob nicht ein großes Gehege mit Zaun reichen würde. Die Antwort darauf: einerseits haben Wachteln Feinde aus der Luft, andererseits können sie fliegen und wären dann bald fort.
    Hm – dann stellt sich mir die Frage, ob die Haltung von Wachteln in so kleinen niedrigen Ställen / Volieren „artgerecht“ ist!? – Wohlgemerkt: ich habe noch keine abschließende Meinung dazu – also: wer kann mir Antworten geben und Argumente?

  2. balabushka

    Zitat auf Wikipedia=> Artikel Wachtel: „Wachteln sind ausgesprochene Zugvögel.“
    Somit schließe ich mal aus, dass man Wachteln „artgerecht“ halten kann.

  3. Marie

    Tja. Okay. Solche Angaben hab ich da auch gefunden, spärlich zwar. Und bei Züchtern nicht, die gehen da natürlich kaum drauf ein.
    Vielleicht vergößere ich dann doch mal meine Laufenten-Gruppe. Oder ich krieg noch Gänse. Mal sehen. Und ein paar mehr Hühner. (Zur Zeit hab ich nur vier, einen Hahn und drei Hennen. 🙂 Zwerge. Sehr nett!)

  4. benjamin

    der flugtrieb ist weitgehend weggezüchtet. man darf nicht vergessen das man zuchttiere kauft und keine wilden wachteln vom feld fängt, diese würde ich auch nicht einsperren. japanische legewachteln zum legen da, und keine zugvögel mehr!!

Hinterlasse einen Kommentar