Sommer im Permagarten – aktueller Stand

Zur Zeit passiert meinerseits nicht viel auf dem Projektgelände. Die Hitze und die Bremsen machen Arbeiten, die mir eigentlich Spaß machen, zur Plage. Deshalb warte ich wieder kühlere Tage ab und nutze stattdessen die Zeit für weitere Planungen.

Trotzdem möchte ich heute mal einen kleinen Zwischenstand in Form von ein paar Bildern geben. Heuer hatten wir auch etwas Gemüse mit angebaut – nur so zum Test. Eigentlich erwarten wir nicht viel, da der Boden einfach noch nicht optimal ist. Aber es lässt sich gut beobachten und man kann einiges lernen.In meinem ersten Quadratbeet wächst der Zuckermais umschlungen von Bohnen. Aufgefallen ist mir hier, dass es vielleicht günstiger wäre den Mais ca. 3 Wochen vor den Bohnen zu säen, da die Bohnen bei gleichzeitiger Aussaat dann keine Rankhilfe vorfinden. Außerdem sieht der Mais nicht besonders gut aus. Dies dürfte wohl auf den Boden zurückzuführen sein, der doch noch mit einigen Lehmklumpen durchsetzt ist.

Überraschend gut wächst jetzt die „Ochsenzunge“, ein wunderbarer Pflücksalat. Die Samen habe ich vom „Hochfelder“ bekommen.

Die Kartoffeln, welche ich im Frühjahr einfach auf den Boden geworfen und mit Gras bedeckt hatte liesen lange Zeit überhaupt nichts sehen, so dass ich die Hoffung schon aufgegeben habe. Jetzt sehen sie aber sehr gut aus und ich bin auf die Ernte gespannt.

Wir haben auch Spitzkraut in Mischung mit Fenchel gepflanzt. Scheint ganz gut zu funktionieren. Ich möchte anmerken, dass das ganze Gemüse fast keine Pflege bekommt. Anfangs wurde gelegentlich mal gegossen, dies ist aber schon lange vorbei. Wenn ich vorbeigehe reiße ich Beikräuter die mittendrin durch die Mulchschicht kommen (Melde, Franzosenkraut oder die Hirse) manchmal aus lasse sie an Ort und Stelle liegen. Der ganze Garten ist natürlich recht wild und bestimmt nichts für ordnungsliebende Gärtner. Dies mache ich aber ganz bewusst so, denn ich möchte herausfinden, wie viel Pflege die Pflanzen wirklich brauchen. Nächstes Jahr werde ich das Ganze doch etwas systematischer angehen – den Plan habe ich schon im Kopf.

Noch ein Wort zum Teich. Seit ich das „Vorbecken“ gemacht habe, gibt es keine einzige Alge mehr im Teich. Allerdings habe ich jetzt das Problem mit einer extrem wuchernden Unterwasserpflanze. Ich vermute das es die Wasserpest ist. Hier muss man schon mal einiges aus dem Wasser rausholen sonst ist bald alles zu!

Auf dem Hügelbeet am unteren Ende des Feldes läuft gerade einen Versuch zur Topinamburbeseitigung. Dazu wurde mitten in den hohen Bewuchs Saatgut gestreut, anschließend die stehenden Planzen niedergedrückt und eine dicke Mulchschicht draufgegeben. Diese Vorgehensweise habe ich mir hier abgekuckt! Allerdings sollte ich nochmal nachmulchen, wie auf dem entsprechenden Foto zu erkennen ist!

Anyway – take it easy!

Nachfolgend noch einige Bilder, mit kurzer Beschreibung!

 

 

 

Das könnte auch interessant sein:

2 Kommentare

  • Hallo Rob,

    schön, dass wir Dich inspirieren konnten!

    Nur ein Tipp: Den beiden Bildern mit dem Titel „Anbau ohne Umgraben“ nach zu urteilen ist dort viel zu wenig Mulch. Das darf eine richtig dicke Mulchschicht sein. 40 – 50 Zentimeter – und zwar nachdem der Mulch durch Regen, austrocknen, etc. zusammengesackt ist!

    Alles Gute weiterhin,

    Michael

  • Rob

    Hallo Michael,

    danke für deinen Hinweis. Ich habs vorhin als ich mir das Ganze vor Ort angeschaut habe schon bemerkt. Die Topis kommen mit den Spitzen schon wieder durch. Das sieht man ja auch auf dem Foto. Da werde ich nochmal die Sense schwingen müssen. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.