Bienenweide in voller Pracht

Jetzt zeigt sich das Feld wieder in seiner ganzen Pracht. Fast alles blüht und es summt und brummt, dass es ein wahre Freude ist. Im zweiten Standjahr der Mischungen (2/3 Veitshöchheimer Bienenweide + 1/3 Lebensraum 1 ) zeigen sich vermehrt die Wildpflanzen. Die Pflanzen sind auch nicht mehr so hoch wie letztes Jahr, wo Sonnenblumen z.T. 3,5 Meter in den Himmel ragten. Mit ca. 1 bis 1,5 Meter zeigt sich die diesjährige Pracht recht übersichtlich.Nun hätte man das Feld auch einer natürlichen Sukzession überlassen können, was ggf. auch interessant sein kann. Dadurch würde aber wahrscheinlich eine eintönige Gras-Wildniss entstehen, denn woher soll eine Artenvielfalt heute noch kommen – etwa von  angrenzenden Maisäckern und Futterwiesen? Eine Permakultur kann nicht von Heute auf Morgen entstehen, vor allem nicht auf einer Fläche dieser Größe. Deshalb scheitern meiner Meinung nach auch viele gut gemeinte Anlagen die von einem Permaberater, wie berühmt er auch sein mag, in kurzer Zeit einfach so hingestellt werden. Dies betont sogar Sepp Holzer, dass das nicht funktionieren wird! Eine Beratung ist in Ordnung, aber die Eigentümer müssen die Zeit haben über die Jahre mit der Natur mitzuwachsen. Das Ziel dieser Einsaat im Frühjahr 2011 hatte also mehrere Gründe, die bis jetzt voll aufgehen und sogar dem Permanentkultur – Gedanken bestens entsprechen. Die Mischungen haben eine Standzeit von ca. 5 Jahren und es ist (fast) keine Pflege notwendig. Man braucht also  normalerweise nicht zu mähen und gewinnt einige Jahre für die Planung und eine schrittweise Gestaltung ohne dabei auf einen direkten Nutzen verzichten zu müssen. Neben der Planungszeit die gewonnen wird, bietet sich auch die Beobachtung der Pflanzen und Tiere an. Man kommt den Prozessen der Natur im Jahresverlauf näher und gewonnene Erkenntnisse über Wachstum von Pflanzen und besondere Fleckchen, können dann wiederum in die weitere Gestaltung mit einfließen. Ein ganz wesentlicher Punkt ist auch, dass sich der vom Maisanbau geschundene Boden durch die Vielfalt an Blumen und Kräutern sowie dem „Nichtstun“ (kein mähen und befahren der Fläche), über die Jahre bestens regenerieren und Leben aufbauen kann. Außerdem ist neben den genannten praktischen Vorteilen der optische Aspekt nicht ausser Acht zu lassen. Die Fläche ist nicht nur eine Bienenweide sondern auch eine Augenweide. Es ist einfach eine wunderbare Sache wenn man sich darin aufhalten kann. Jetzt noch einige Bilder die ich soeben aufgenommen habe:

Das könnte auch interessant sein:

3 Kommentare

  • balabushka

    Auf die Bilder freue ich mich schon! Und so ganz nebenbei kannst nicht nur einige Pflanzen und Tiere kennenlernen, sondern auch Kräuter für die Küche sammeln.

    Habe mich auch schon des öfteren von der Wiese vor dem Haus bedient.

  • Rob

    Ich wollte gestern das Video und die Bilder reinstellen. Gefilmt und fotografiert hätte ich mit dem iPod, aber das ist irgendwie nicht´s gescheites!

    Ja, du hast recht, Kräuter (Brennessel, Schafgarbe, Spitzwegerich, Hirtentäschl, Franzosenkraut, Rotklee, ….) kann man sehr gut verwenden. Diese esse ich dann entweder vorort oder ich mache einen Smoothie daraus.
    Diese Kräuter findet man fast überall. Die Blumen aber nicht so sehr!

  • guga

    Hi Rob!

    Danke für den Link, ich bin noch nicht vertraut mit der Funktionsweise eines Blogs!
    Sehr schön geworden. Besonders der Natternkopf ist eine Pracht. Die Wurzel der Nachtkerze soll gekocht gut schmecken. Sehr interessant diese Multikultimischung aus Veitshöchheim und mit einer Standzeit von 5 Jahren ist das schon sportlich. Ich hoffe Du stellst auch dieses Jahr wieder Bilder rein, die ich dann sicherlich auch finden werde. Besten Dank!

    Grüße
    guga

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.