Karsamstag – mein Tagwerk

Gestern war ich wieder voller Tatendrang. Bereits am Morgen holte ich aus unserem Kachelofen die Asche und Kohlereste der Heizperiode heraus. Diese werde ich dann dem Bokashi, daß seit Herbst in meiner Werkstatt vor sich hin fermentiert und aus dem  anfallenden Biomüll besteht, beimengen und auf einer kleinen Fläche verteilen.

Die Kohlestückchen sind in verschiedensten Größen vorhanden. Allerdings ist der Ascheanteil sehr hoch. Dies liegt daran, daß ein Grundofen eine sehr effiziente Verbrennung aufweist. Diese Art von Kachelofen muss in der gesamten Heizperiode vielleicht nur zweimal geräumt werden. Der Einheizvorgang dauert lediglich 10 Minuten (Holz holen, einschichten, anzünden!). Danach ist nichts mehr zu tun außer zu warten bis nur noch ein Glutstock im Ofen ist. Danach wird der Ofen verriegelt und die gespeicherte Wärme im Schamott hält ca. 24 Stunden. Sehr effizient und bequem! Bei der Wärme handelt es sich um Strahlungswärme welche sehr angenehm ist und sogar eine der besten sein soll (vgl. Sonne!).

Aber jetzt zurück zur Kohle/Asche! Es ist prozessbedingt nicht sehr viel angefallen, aber dafür hatte ich auch keinen Aufwand! Viele Terra Preta Experimentierer stellen sich die Holzkohle durch verschiedenste Verfahren mehr oder weniger aufwendig selbst her – mir persönlich ist das zu zeitintensiv. Ich versuche hier immer auf Abfälle zurückzugreifen! Neben dem Kachelofenbeispiel verbrannte ich heuer ausnahmsweise einmal Gartenschnitt. Dies hatte aber nur den Grund, die für den Zaunbau benötigten Pfähle anzukohlen (bester Schutz vorm faulen!). Dabei viel dann natürlich auch Holzkohle an. (Bilder der Pfosten weiter unten). Dies war wieder eine Aktion mit Mehrfachnutzen – Gartenschnitt ist weg, Pfähle wurden angekohlt und Holzkohle für Terra Preta blieb als Rest. Das gefällt mir!

Anyway, hier das Ergebnis meiner Kachelofenausräumaktion vom Karfreitag:

 

Das Ausputzen war in 10 Minuten vorbei und so konnte es gleich nach dem Frühstück zur bereits geplanten Heckenpflanzung gehen. Es sollte nämlich noch eine Hecke an der Ostseite des Feldes zum angrenzenden Grundstück  als Sichtschutz gepflanzt werden. Dazu musste ich mir allerdings erst Pflanzen besorgen. So fuhr ich in unser Wäldchen und schaute einfach was sich so anbot. Haselnuss und Holunder sind ja selbstverständlich, dazu kam noch Schlehe, welche sich aber als recht wiederspänstig beim ausreissen erwiesen. Auch einige Birken sollten nicht fehlen, die ich dann Nachmittags noch von anderer Stelle heranschaffte. Das Ergebnis ist jetzt eine 2 reihige Hecke (eigentlich stimmt das nicht ganz, da die zweite Reihe nur etwas versetzt wurde!)  mit ca. 25 Metern Länge. Um den Graswuchs und damit das zeitaufwendige Mähen zwischen den Heckenplänzchen etwas zu unterdrücken, mulchte ich die Reihe noch recht großzügig mit dem über den Winter abgestorbenen Material, das ich vor einigen Tagen senste. Außerdem ist es Futter für den Boden – der will ja auch was zu essen! 😉 Auch das Wetter spielte gestern bestens mit (heute schneit es wieder 🙁 ) Es war kühl und durch den Regen vom Vortag war der Boden noch gut feucht aber nicht naß und matschig. Optimale Voraussetzungen für das Pflanzen!

Das Ergebnis ist in den folgenden beiden Bildern zu sehen.

Neben der Pflanzaktion schaufelte ich am Teich noch an meiner Ecke für die Palettenbank. Da der Boden in diesem Bereich recht lehmig ist und die zu bewegende Masse mit Spaten nicht zu unterschätzen ist, erledige ich das sporadisch, also in kleineren Arbeitseinheiten. Dann macht es auch richtig Spaß – ein richtiges Workout!

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2 Kommentare

  • René

    Vielen Dank für diesen super Blog! Bitte auf keinen Fall damit aufhören, ich lese die Artikel sehr gerne. Ich selbst stehe vor dem Kauf von ca 75 Aren Land für eine ähnliche Vision, wie du sie hast. Leider muss bei uns ein derartiger Kauf durch den Kanton (in etwa=Bundesland) bewilligt werden, also ist hier alles noch offen.

    Beste Grüsse aus Winterthur.

  • Rob

    Hallo René,
    danke für dein Lob. Es freut mich das du änliches vorhast und wünsche dir bestes Gelingen. Ein Tipp: auch wenn du das Grundstück noch nicht hast, fang bereits jetzt mit der Planung an und züchte Würmer! Falls du Fragen hast… melde dich einfach!

    Rob

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