Vom Hügel- zum Hochbeet

Die beim Teichbau aufgeschütteten dauerhaften Erdhügel erschienen mir zur Bearbeitung noch nicht ganz so optimal. Aus diesem Grund überlegte ich seit längerer Zeit welche Möglichkeiten sich denn anbieten den Erdwall in ein bearbeitungsfreundliches Hochbeet zu verwandeln. Um eine dauerhafte Anlage zu schaffen bietet sich als Material natürlich Stein an. Dies hatte ich ursprünglich auch geplant, doch woher sollte ich so viele Steine bekommen und das noch mit möglichst wenig Energieaufwand?! Eigentlich hoffte ich auf eine Gelegenheit, bei der jemand sein Steinmaterial loshaben wollte, aber wie sich herausstellte dauerte mir das zu lange. Ich versuchte also irgendwie Material zu finden dass zum einen kostenlos ist und zum anderen keinen außergewöhnlichen Energie- und Zeitaufwand für die Beschaffung erforderte. Diesbezüglich wurde ich im Abfallholzcontainer an meiner Arbeitsstätte fündig. Mir ist nämlich aufgefallen dass darin oft Paletten in oft recht gutem Zustand zu finden waren, zum Teil sogar in Hartholzausführung. Diese musste man, außer zum verbrennen, doch noch zu etwas gebrauchen können! So kam mir die Idee, dass sich die Paletten eigentlich ganz gut als Hochbeetfassung verwenden lassen müssten. Dies probierte ich dann kurzerhand auch gleich aus. Da ja zwischen den Brettern der Palette immer mehr oder weniger große Spalten sind befürchtete ich zunächst dass hier die Erde rausfallen könnte. Um dies zu verhindern, hielt ich ein anfüllen mit kleineren Steinen für sinnvoll, so dass die Freiräume mit verdeckt sind. Nachfolgende Skizze soll verdeutlichen wie ich dies gemeint habe.

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Die Praxis zeigte dann, dass dies auch recht gut funktioniert. Was mich allerdings störte, dass ich hierzu wiederum recht viel Steinmaterial brauche, was wiederum viel Zeit und Mühe in Anspruch nehmen würde. Feldsteine wären zwar genug vorhanden, dass sogar relativ nahe aber…. So probierte ich das Ganze dann noch ohne Steine und siehe da! Am Anfang fällt noch etwas Erde durch die Ritzen durch, aber es verstopft dann doch recht schnell.
Da ich allerdings die Paletten nur vereinzelt verwenden wollte, suchte ich nach wie vor noch Steine die für eine Trockenmauer geeignet sind. Und wie so oft, liegt die Lösung wieder direkt vor Ort, genauer gesagt vor meinem Haus. Durch mein Grundstück führt nämlich ein Weg, in den ich die übrigen Granit-Mauersteine vom Abriss des alten Stalls vor zehn Jahren eingebaut und als Fahrspur geplant habe. Wie sich allerdings herausstellte fuhr kein Mensch auf dieser geplanten Spur und so waren das Material für diese Verwendung auch völlig sinnlos. So beschloss ich dieses für mich in der derzeitigen Situation begehrte Gut herauszuarbeiten und dann für die Mauer des Hochbeets zu verwenden. Auch hier war der Rohstoff wieder kostenlos, unmittelbar vor Ort und mit geringem Energieaufwand bereitzustellen.

Einige Tage später begann ich dann mit dem Mauerbau. Eine Arbeit die mir wirklich viel Spaß macht und als Ausgleich für einen langen Bürotag vor dem Rechner optimal ist.
Das Ergebnis meines Werkelns zeigen die nachfolgenden Bilder. Jetzt habe ich ca. 15 laufende Meter Hochbeet am Stück direkt am Teich in optimaler Arbeitshöhe. Im vorderen Bereich muss noch eine Reihe aufgebracht werden, momentan aber wegen des noch angebauten Salats nicht optimal.

hochbeet1 Vom Hügel  zum Hochbeet

hochbeet2 Vom Hügel  zum Hochbeet

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5 Antworten auf Vom Hügel- zum Hochbeet

  1. Thab sagt:

    Huhu,
    das ist ja eine sehr gute Idee und richtig schön geworden. Die Paletten in der Mauer gefallen mir wirklich gut. In die Ritzen könnte man noch diverse Rankpflanzen säen. Das würde eventuell auftretendes ausschwemmen der Erde bei Regen vielleicht verhindern.
    Liebe Grüße,
    Thab

  2. Rob sagt:

    ….In die Ritzen könnte man noch diverse Rankpflanzen säen…
    Genau! Das habe ich vergessen zu schreiben war aber bereits geplant. Hier gibt es viele Möglichkeiten. Momentan säe ich aber nur die Terra Life Gründüngungsmischung aus – wie man auf den Bildern sehen kann. Sieht zwar momentan etwas wild aus, macht mir aber nix, denn die Bienen, andere Insekten und der Boden sind dankbar dafür.

  3. Hallo Robert,
    einfach genial, toll gemeistert und mit den richtigen Gedanken bei der Sache. Mach weiter so. Liebe Grüße an die ganze Familie,
    Hannelore

  4. Rob sagt:

    Danke!
    Danke auch für die Führung letzten Freitag. Es hat mich wieder ein Stück weitergebracht!

  5. Ich finde eine pfiffige Idee und als Schwabe bin ich von der Nutzung nicht gebrauchter Steine sehr angetan. Für meine Hochbeet werde ich die Idee der Europaleten mitnehmen.
    Alles Gute

    Peter

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